Zum Inhalt springen
  • Menü
  • Zur Übersicht

Emilie Mediz-Pelikan

Emilie Pelikan wurde mit 21 Jahren Privatschülerin des Landschaftsmalers Albert Zimmermann in Wien. Wenige Jahre später folgte sie ihm nach Salzburg und 1885 nach München. Vor den Toren der Isarstadt hielt sie sich wiederholt in der Künstlerkolonie Dachau auf, wo sie sich mit Fritz von Uhde anfreundete.

Emilie Mediz-Pelikan
Selbstporträt

Karstlandschaft
Emilie Mediz-Pelikan

Geboren: 1861 in Vöcklabruck (Oberösterreich)

Gestorben: 1908 in Leubnitz-Neuostra bei Dresden

1888 lernte sie dort ebenfalls ihren späteren Mann, den Wiener Maler Karl Mediz kennen. Die darauffolgenden Jahre verbrachte sie jeweils in Paris und der belgischen Künstlerkolonie Knokke, wo sie Karl Mediz wiedertraf. 1891 heirateten die beiden in Wien. In der zeitgenössischen Kunstkritik sollte das Künstlerehepaar fortan nur noch gemeinsam genannt werden. Dabei wird nicht selten der gegenseitige positive Einfluss auf die künstlerische Entwicklung des Partners betont. Zuweilen würden aus dieser Synergie Werke entstehen, die „nur mit Mühe und erst nach eingehender Betrachtung von einander unterschieden werden können.“

Das Künstlerpaar bereiste zusammen Ungarn, Italien und Jugoslawien – eine Zeit, in der farbenprächtige Landschaftsdarstellungen entstanden. Emilie Mediz-Pelikans Sujets zeigen oftmals karge Küsten- oder Insellandschaften mit bizarrer, nahezu ornamental wirkender Vegetation. Knochige Bäume, steile Felsformationen ebenso wie blumenbewachsene Bergwiesen aus Tirol sind fortan Motive, die ihre Bilder bestimmen. Sie zeigte diese wiederholt in den Jahren 1880 bis 1890 auf der Internationalen Kunstaustellung in München. Über ein dort ausgestelltes Bild schwärmte der Kunstkritiker Ludwig Hevesi „man habe in München so ein Schauspiel von Impressionismus noch nicht gesehen“.

1894 entschied sich das Ehepaar dauerhaft nach Dresden zu ziehen. Im gleichen Jahr war Emilie Mediz-Pelikan dort auf der Akademischen Kunstausstellung und auf den Internationalen Kunstausstellung 1897 und 1901 vertreten. Doch auch ihrer Heimat Österreich war sie weiterhin verbunden: 1898 waren ihre Werke auf der ersten Kunstausstellung der Wiener Secessionsowie auf der Kunstausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs zu sehen.

Als einzige Frau nahm sie neben Künstlern wie Gustav Klimt, Alphonse Mucha oder Auguste Rodin an insgesamt drei Kollektivausstellungen im Wiener Hagenbund teil. 1903 wurden in einer Einzelausstellung für Karl Mediz und Emilie Mediz-Pelikan in fünf Sälen insgesamt über 70 ihrer Werke gezeigt.

Kurze Zeit darauf mit nur 47 Jahren starb Emilie Mediz-Pelikan 1908 bei Dresden.

Sowohl in der Grafik als auch in der Malerei fand Emilie Mediz-Pelikan zu einer Synthese aus mystisch aufgeladenen, zeitlos wirkenden Landschaftsdarstellungen und symbolistisch-spiritueller Aura. Vor allem aufgrund ihrer souveränen künstlerischen Position wurde Emilie Mediz-Pelikan 1986 in der letzten ihr gewidmeten Ausstellung als eine der bedeutendsten Künstlerinnen Österreichs um 1900 bezeichnet.

Unsere Sponsoren

© STIGA Leipzig 2024 – Made with ❤︎ by LILA IT
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Autorenregister
  • Cookies
STIGA Leipzig 2022
Cookie-Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
  • {title}
  • {title}
  • {title}
Historische NachbautenVergnügungsviertelIndustrieGastronomieHistorische NachbautenHistorische NachbautenKunst & KulturKunst & KulturGastronomieGastronomieHistorische NachbautenIndustrieIndustrieIndustrieIndustrieIndustrieIndustrieHistorische NachbautenGastronomieÜberreste / ÜberbleibselÜberreste / ÜberbleibselÜberreste / Überbleibsel
  • Startseite
  • Ausstellung im Überblick
    • Der königliche Schirmherr
    • Aussteller
    • Auszeichnung
    • Warenpräsentation
  • Besuch
    • Entdeckt in Leipzig
    • Eintrittspreise
    • Öffentlichkeitsarbeit
  • Architektur
    • Vorbilder
    • Standort und Gelände
    • Auf- und Abbau
    • Historische Nachbauten
    • Landwirtschaftshalle
    • Pavillon der Stadt Leipzig
  • Industrie
    • Sächsische Unternehmen auf der STIGA
    • Galvanotechnik
    • Schuckert & Co.
    • Mädler
    • Riquet & Co.
    • Porzellanmanufaktur Meißen
    • Industrie & Maschinenhalle
    • Pavillon der Firmen Nietzschmann & Wommer
  • Koloniale Spurensuche
    • Colonial Memory
    • Austellung
    • The Violence of Position
    • May Town im Zetkinpark
    • system punkt stabil
  • Kunst & Kultur
    • „Der stumme Park“
    • Krystallpalast & Varieté
    • STIGA leuchtet
    • Kunstausstellung & Max Klinger
    • Künstlerinnen
    • Gartenbauausstellung
    • Vergnügungsviertel
  • Gastronomie
    • Hauptgastwirtschaft & Wiener Café
  • Spuren
    • Ez-Chaim-Synagoge
  • 2022
    • 125 Jahre später
    • Informationstafel für die STIGA
    • SGM Leipzig
    • STIGA ins Netz
    • STIGA und HTWK
  • Partner
    • Versorgung schreibt Geschichte
    • Historischer Messestandort
    • Bier aus Leipzig
    • IHK Leipzig
  • Veranstaltungen
  • STIGA in den Medien
  • Startseite
  • Ausstellung im Überblick
    • Der königliche Schirmherr
    • Aussteller
    • Auszeichnung
    • Warenpräsentation
  • Besuch
    • Entdeckt in Leipzig
    • Eintrittspreise
    • Öffentlichkeitsarbeit
  • Architektur
    • Vorbilder
    • Standort und Gelände
    • Auf- und Abbau
    • Historische Nachbauten
    • Landwirtschaftshalle
    • Pavillon der Stadt Leipzig
  • Industrie
    • Sächsische Unternehmen auf der STIGA
    • Galvanotechnik
    • Schuckert & Co.
    • Mädler
    • Riquet & Co.
    • Porzellanmanufaktur Meißen
    • Industrie & Maschinenhalle
    • Pavillon der Firmen Nietzschmann & Wommer
  • Koloniale Spurensuche
    • Colonial Memory
    • Austellung
    • The Violence of Position
    • May Town im Zetkinpark
    • system punkt stabil
  • Kunst & Kultur
    • „Der stumme Park“
    • Krystallpalast & Varieté
    • STIGA leuchtet
    • Kunstausstellung & Max Klinger
    • Künstlerinnen
    • Gartenbauausstellung
    • Vergnügungsviertel
  • Gastronomie
    • Hauptgastwirtschaft & Wiener Café
  • Spuren
    • Ez-Chaim-Synagoge
  • 2022
    • 125 Jahre später
    • Informationstafel für die STIGA
    • SGM Leipzig
    • STIGA ins Netz
    • STIGA und HTWK
  • Partner
    • Versorgung schreibt Geschichte
    • Historischer Messestandort
    • Bier aus Leipzig
    • IHK Leipzig
  • Veranstaltungen
  • STIGA in den Medien