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Marianne Fiedler

Marianne Fiedler wuchs in großbürgerlichen, kunstsinnigen Verhältnissen auf. Nach erstem privaten Mal- und Zeichenunterricht in Berlin zog sie 1888 nach München. Hier studierte sie Kunst an der Damenakademie in der Malklasse von Ludwig Herterich. Dieser Klasse gehörten auch Käthe Kollwitz und Maria Slavona an, die heute als die bedeutendsten deutschen Künstlerinnen ihrer Zeit gelten. Die Studienkolleginnen waren nicht nur freundschaftlich miteinander verbunden, sondern standen sich gegenseitig Modell. So fertigte Marianne Fiedler charaktervolle Kohlezeichnungen von Maria Slavona und ihrer Kommilitonin Beate Jeep an.

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Marianne Fiedler
Fotografie um 1890

Geboren: 1864 in Dresden

Gestorben: 1904 in Mainberg, Bayern

Noch im Studium weckte Marianne Fiedler das Interesse des Leipziger Künstlers Otto Greiner, der ihr kurzerhand einen Heiratsantrag machte. Eine Offerte, die sie ablehnte. Nichtsdestoweniger begleitete sie ihn 1892 nach Rom und arbeitete mit ihm in seinem Florentiner Atelier. Angeregt durch Greiners grafische Arbeiten und Technik, entdeckte auch Marianne Fiedler die Lithographie für sich.

Ab 1893 beteiligte sie sich an Kollektivausstellungen in Dresden, München, Berlin und Wien. 1894 war sie eine der ersten Frauen, für die das königliche Kupferstichkabinett in Dresden eine Einzelausstellung veranstaltete. Besonders ihre fein ausgearbeiteten Landschaftsaquarelle fanden Bewunderung. Käthe Kollwitz kam bei ihrem Anblick zu dem Schluss, dass Marianne Fiedler „viel begabter für die Farbe als ich“ gewesen ist.

Fiedler findet Erwähnung in den wichtigsten Kunstpublikationen ihrer Zeit wie der Zeitschrift Jugend oder der wöchentlich erscheinenden Kunstchronik. In der zeitgenössischen Kunstkritik wurde sie wahrgenommen als „klare […] künstlerische Persönlichkeit […], die damit ringt, Vorurteile niederzukämpfen.“ Nie gäbe es ein „dilettantenhaftes Herumtasten bei ihr.“ Ihre Arbeiten seien „nicht ohne eigenartigen Reiz, […] und fessel[n] durch die eigenartige Behandlung.“

Ein weitreichender Einschnitt in ihrem Leben bedeutete die im Jahre 1900 geschlossene Ehe mit dem Theologen und Lebensführer Johannes Müller. Zusammen lebten die beiden abwechselnd in Dresden und auf Schloss Mainberg in Bayern.

Ab 1900 tritt Marianne Fiedlers künstlerische Produktion vermehrt in den Hintergrund. Eine Ausnahme bildet die Illustration zum Buch ihres Mannes „Beruf und Stellung der Frau“, in dem ein konservatives Frauenbild entworfen wird. Ein spannungsreicher Widerspruch, da laut Müller eine Frau einzig und allein in der Rolle der Mutter aufgehen solle, Marianne Fiedler aber selbst zweifache Mutter war, als sie das Buch ihres Mannes illustriere.

Direkt nach der Geburt ihres dritten Kindes starb Marianne Fiedler mit nur 39 Jahren.

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